SPECIAL: Islamic State – Krieg auf Drogen

SPECIAL: Islamic State – Krieg auf Drogen

Die Apotheke des IS spielt wahrscheinlich eine größere Rolle als sein Waffenarsenal. In den eroberten Gebieten gibt es als Gefangengenommener zwei Optionen: Entweder man schließt sich dem IS an oder man ist einen Kopf kürzer. Für alle, die sich für Option eins entscheiden, steht ein Irrgang in den Wahnsinn bevor: Wirkstoffe wie Methylendioxypyrovaleron, Alprazolam und Fenetyllin werden verabreicht und machen diese Menschen zu Monstern.

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Methylendioxypyrovaleron = Rasarin

Anders als im Westen, wo man die Begriffe  „Cloud Nine“ „Flakka“ „Monkey Dust“ usw. verwendet, ist Methylendioxypyrovaleron in Syrien als „Rasarin“ bekannt:

„Die illegale Substanz stimuliert das Gehirn, man fühlt sich übermenschlich stark und unbezwingbar“.. „Der euphorische Glücksrausch könne dabei von drei bis vier Stunden bis zu mehreren Tagen anhalten. Lässt die Wirkung nach, verlangt der Konsument sofort nach weiterem Stoff.“ Quelle

So oft ist es vorgekommen, dass wir einen fangen und er dasitzt, ein Maschinengewehr in der Hand. Er schüttelt den Kopf, ist vollkommen unzurechnungsfähig und stammelt: “Ich habe nichts gemacht.” Wir entnehmen ihm Blut für eine Analyse, und da werden Drogen festgestellt. Oft finden wir in den Taschen Pulver oder Tabletten. Ein anderes Mal kam einer heraus und ging mitten auf der Straße lang und schoss auf uns. Wir gehen in Deckung und schießen zurück – und treffen. Er geht aber trotzdem weiter, ist völlig schmerzunempfindlich. Sowas passiert nach der Einnahme einer Droge, die man “Rasarin” nennt. Wer solche Drogen einnimmt, versteht gar nicht, was er tut. Er erkennt niemanden mehr, er kann seinen Bruder, seinen Vater umbringen, er verliert vollkommen die Orientierung.

„Sie sagen, dass sie das alles wegen des Glaubens tun. Sie sagen, einen Ungläubigen umzubringen und ihm die Kehle aufzuschlitzen sei für sie eine große Ehre. Sie meinen, dass sie so Gott näherkommen. Es gibt tatsächlich auch solche.“

„Sie bringen friedliche Menschen um, rufen den “Allah akbar”-Takbīr, um ihr Gewissen zu beruhigen – falls sie ein solches haben – und um anderen zu zeigen, dass sie sich auf dem rechten Weg befinden.“

Wie sich diese Droge auf das Verhalten von Ratten auswirkt, verdeutlicht ein Experiment mit Methylendioxypyrovaleron (im Vergleich mit Methamphetamin): Für eine Dosis Methamphetamin waren die Ratten dazu bereit, im Schnitt bis zu 60-mal auf die Taste zu drücken. Bei MDPV lag der Durchschnitt allerdings bei etwa 600 Hebelbetätigungen. Die Ratten haben somit bis zu 10-mal so viel gearbeitet, in der „Hoffnung“, die Droge doch noch zu bekommen. Nach Angaben von Shawn Aarde, Mit-Autor der Studie, waren einige Exemplare sogar so versessen auf MDPV, dass sie den Hebel bis zu 3.000-mal drückten. http://www.drugcom.de/aktuelles-aus-drogenforschung-und-drogenpolitik/16-08-2013-3-000-mal-fuer-einen-schuss/

https://de.wikipedia.org/wiki/Methylendioxypyrovaleron

Alprazolam = Zolam

Kareem Mufleh ist erst 15 Jahre alt. Für den Islamischen Staat hat er gekämpft und getötet. Aber nicht freiwillig, sagt er. Nun wurde er von den Gegnern des IS gefangen genommen und berichtet, wie der IS Minderjährige gefügig macht: mit Drogen und Morddrohungen.

„Er habe die Anti-Angst-Droge Zolam verabreicht bekommen. Sie enthält Benzodiazepine, die die Aktivität bestimmter Areale des zentralen Nervensystems dämpfen. Der Arzneistoff wirkt angstlösend und beruhigend. Man bekommt weniger mit von dem, was man tut. „Diese Droge lässt dich den Verstand verlieren“, sagt Mufleh. „Wenn sie dir einen Sprengstoffgürtel geben und dir sagen, du sollst dich in die Luft jagen, dann tust du es.“Quelle

https://de.wikipedia.org/wiki/Alprazolam

Fenetyllin = Captagon


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Captagon ist der Handelsname für Fenetyllin und ist deshlab so interessant, weil es die Region bereits seit 2006 regelrecht überschwemmt Quelle

Im syrischen Bürgerkrieg avancierte das Land 2013 zu einem der größten Produzenten und Verbraucher von Fenetyllin in der Region. In Syrien selbst wurde der Stoff demnach zur Leistungssteigerung der Kämpfer verwendet, während aus Exporten Geldmittel zur Beschaffung von Kriegsgerät generiert wurden.

Der Bundesligatrainer Peter Neururer hat Doping mit Captagon im Fußball Ende der 1980er Jahre als „gang und gäbe“ bezeichnet. „Es ist mir bekannt, dass früher Captagon genommen worden ist. Viele Spieler waren verrückt danach“, wird Neururer zitiert: „Das war überall bekannt und wurde praktiziert. Bis zu 50 Prozent haben das konsumiert. Nicht nur in der zweiten Liga.“ Auch der damalige Nationaltorwart Toni Schumacher berichtete 1987 in seinem Buch Anpfiff vom Missbrauch von Captagon. Im August 2013 bestätigte Dieter Schatzschneider ebenfalls solche Dopingpraktiken im westdeutschen Profifußball.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fenetyllin

Auf Stoff am MG und anderswo

„Die Kämpfer sind jung, sie nehmen Drogen“
http://www.welt.de/politik/ausland/article13568084/Die-Kaempfer-sind-jung-sie-nehmen-Drogen.html

Syrisches Tagebuch
http://www.chartophylakeion.de/blog/2012/12/29/syrisches-tagebuch-rueckblick-auf-7-monate-berichterstattung/

„Sie sind 17 Jahre alt. Sie geben ihnen Nachts Pillen, geben Ihnen halluzinogene Pillen in Ihre Getränke, Ihre Milch, Ihren Kaffee, Ihren Nescafé… Sie haben die Kinder und Jugendlichen einer Gehirnwäsche unterzogen. Die Demonstranten sind schießwütig und sie schießen besonders wenn sie stoned sind… Da sind Leute hinter ihnen, die geben ihnen Pillen. Es ist nicht ihr eigener Wille.“ (Muammar Gaddafi)

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