OFFENER BRIEF: Frau Merkel, wir bitten Sie, stoppen Sie die Finanzierung des ukrainischen Faschismus. (von Familie Tschernowolov)

OFFENER BRIEF: Frau Merkel, wir bitten Sie, stoppen Sie die Finanzierung des ukrainischen Faschismus. (von Familie Tschernowolov)

Sehr geehrte Frau Merkel,

wir appellieren mit diesen offenen Brief an Sie. Unser Schicksal führte uns nach Deutschland. Viele von uns kamen aus verschiedenen Gründen nach Deutschland – seien es politische, ethnische oder andere Gründe. Deutschland ist für viele von uns eine zweite Heimat geworden und das Geburtshaus des Guten. Aber jeder von uns hat ein kleinen Teil der Seele in der Heimat gelassen, in dem Land wo wir geboren wurden. Sie, Frau Merkel, wissen wahrscheinlich, dass sehr viele Menschen in Deutschland Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion sind. Viele von uns, von den Migranten und Einwanderern, kamen aus der Ukraine. Viele von uns haben eine gemischte, deutsch-russische, ukrainisch-deutsche, kasachisch-deutsche, usw. Familie. Viele von uns haben die deutsche Staatsbürgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, unsere Kinder haben eine deutsche Staatsbürgerschaft.

Wir möchten feststellen, dass wir in den meisten Fällen nicht ignorant sind, sondern ganz im Gegenteil: wir haben hier eine gute Ausbildung erhalten, einschließlich der Hochschulbildung und einer großer Lebenserfahrung. Wir sind Menschen, die in ihrem Leben Vieles erlebt und überwunden haben, die etwas vom Leben wissen und Vieles sahen. Sie wissen auch Frau Merkel, dass die meisten von uns Verwandte und sehr nah stehende Menschen im gesamten postsowjetischen Raum haben – einschließlich der Ukraine.

Bis vor kurzem dachten wir das, dass das wiedergeborene Deutschland, ein Land wäre, das den Schrecken des Nationalsozialismus und des Faschismus überlebt und besiegt habe. Dass Deutschland ein Leuchtfeuer der Demokratie in Europa wäre. Ein Land, dessen Herzstück der Eigenstaatlichkeit die Gerechtigkeit, die Wahrheit, die Ehre und die Legitimität sind. Zu unserem großen Bedauern und Enttäuschung, denken viele von uns, dass es nur ein Bluff war.

Was sehen wir heute? Im Februar 2014 gab es in der Ukraine einen Staatsstreich. Und der Staatsstreich war ausgesprochen extrem nationalistischer und offen faschistischer Ausrichtung. An die Macht kam unter Verwendung von faschistischen Parolen eine Junta, die ihre »Helden« der ukrainischen Faschisten, die während des Zweiten Weltkriegs in den nationalsozialistischen Truppen der SS gedient haben, verehren.

Diese Außenseiter der menschlichen Rasse, Bandera, Schuchewitsch und andere Schurken, wurden vom Gericht des Nürnberger Tribunals verurteilt. Sie haben viele Tausende Leben von Frauen, Kindern und Alten auf dem Gewissen von ihren begangenen Gräueltaten gefriert das Blut von Millionen von Menschen. Und diese Unmenschen, werden heute von der Kiewer Junta als Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine bezeichnet und verehrt.

Und die deutsche Regierung, die von Ihnen geführt wird Frau Merkel, flirtet heftig mit den ukrainischen Faschisten, bietet Ihnen noch Geld an. Aber nicht das Geld aus eigener Tasche sodern das Geld des deutschen Steuerzahlers zu denen wir auch gehören. Wie schwer ist es für uns einzusehen, dass das Geld was wir mit unseren eigenen Händen verdient haben und die Steuern die wir bezahlt haben, werden für die Tötung unserer eigenen Väter und Mütter, Freunde und Freundinnen, Brüder und Schwestern im Osten der Ukraine verwendet. Das Geld, eine halbe Milliarde Euro, die Sie dem Faschisten Jazenjuk am 09.01.2015 gaben – Geld, das angeblich für den Wiederaufbau des Donbass dienen soll. Doch in der Tat wird es bewusst für das Töten unserer Landsleute, unserer Väter, Mütter, Brüder und Schwestern eingesetzt.

Und ein wenig mehr über die Geschichte. Im Februar 2014 gab es trotz der friedlichen Versicherungen der Außenminister der drei europäischen Länder, darunter Außenminister Walter Steinmeier, es in der Ukraine einen verfassungswidrigen Putsch. Als ein Ergebnis dieses Putsches kamen in der Ukraine extreme, profaschistische und nationalistische Kräfte an die Macht. Der Putsch fand mit der aktiven Unterstützung der Europäischen Union, insbesondere Deutschlands und der Vereinigten Staaten statt. Der Grund dafür war die angebliche Weigerung von Präsident Janukowitsch, die Ukraine mit der EU zu assoziieren. Wie aus den nachfolgenden Ereignissen klar wurde, war nicht die ganze Ukraine für den Putsch – nur ein kleiner, aber reaktionärer und profaschistischer Teil hat diesen Putsch angenommen. Doch ein großer Teil der Ukraine weigerte sich gegen den gezwungenen Faschismus und Ukrainisierung hin zugeben.

Die Bewohner der Autonomen Republik Krim haben in einer Volksabstimmung, mit einer Zustimmung von 98% der teilnehmenden Bevölkerung, für die Loslösung von der Ukraine gestimmt und zogen in ihre historische Heimat – ich betone die historische Heimat – Russland. Und noch ein großer Teil der Ukraine der vor hundert Jahren Novorossija (Neurussland) genannt wurde, entschloss sich ebenfalls, nicht unter der Regierung der verhassten und faschistischen Junta zu leben. Dort begann die Protestbewegung. Menschen forderten eine Volksabstimmung und verlangten eine Föderalisierung und faire Wahlen.

Was hat die Junta gemacht? Diese Unmenschen führten eine Reihe von wilden Aktionen der Einschüchterung und »Strafaktionen« durch. Am 2. Mai 2014 wurden in Odessa im Haus der Gewerkschaften 48 Personen (nach offiziellen Angaben) bei lebendigem Leibe verbrannt. Nach Zeugenangaben sollen es gar mehr als 250 Menschen gewesen sein. Wie war die Reaktion von Deutschland, und insbesonderes Ihnen Frau Merkel? Es gab keine! Stille! Am 9. Mai des selben Jahres stürmte das unter anderem mit Panzern und schweren Waffen bewaffnete faschistische Bataillon „Asow“ unter Straffreiheit eine Polizeiwache in Mariupol, wobei 28 Polizisten bei lebendigem Leibe verbrannten und rund 30 Zivilisten getötet wurden. Keine dieser Barbareien wurde jemals gerichtlich geahndet, da die ukrainische Staatsanwaltschaft die Opfer dieser Angriffe zu Tätern abstempelte. Und auch hier schwiegen die deutschen Medien.

Beachten Sie, dass Hunderte von Zivilisten und unbewaffneten Menschen getötet wurden. Die Europäische Union ist still. Inzwischen geht die Zahlen der Toten in die Tausende. Und wieder lügen oder schweigen die europäischen und deutschen Medien.

Als jedoch am 8. Januar 2015 Terroristen (Islamisten) zwölf Personen im Redaktionsbüro der Satirezeitschrift Charlie Hebdo töteten, wurde darüber auf der ganzen Welt berichtet. Im Donbass, der Ostukraine, sterben täglich dutzende, manchmal sogar hunderte Menschen und es gibt nur Stille. Europa schweigt.

Wie soll man das verstehen Frau Merkel? Schließlich ist die Ukraine inzwischen ein assoziiertes Mitglied der Europäischen Union. Was für ein Spiel spielen Sie hier, Frau Merkel? Aber egal, welches Spiel Sie spielen, wir verstehen das so, dass das alles ein Spiel mit dem Feuer ist. Und wir wollen nicht lebendig im Feuer verbrannt werden, so wie unsere Landsleute in Odessa und Mariupol brannten. Wir sind uns bewusst, dass dieses Spiel zu keinem guten Ergebnis führt.

Bis vor zwei Jahren, Frau Merkel, hätten Sie noch nicht einmal solchen Typen wie Tyagnibok und Jazenjuk die Hand gereicht – und jetzt empfangen Sie Jazenjuk mit ausgestreckten Armen. Ein Mann, der einer der Anstifter des Putsches in der Ukraine ist. Ein Mann, dessen Hände, wie auch jene von Turchinov und Poroschenko, mit dem Blut der ukrainischen Frauen, Kinder und älteren Menschen gefärbt ist.

Und was kostet der Auftritt dieses falschen Politikers auf dem öffentlich-rechtlichen Kanal ARD? Diese Perversion der Geschichte kannte nicht einmal die Propagandamaschine von Herr Goebbels. Nach Jazenjuks Worten hat Russland die Ukraine und dann Deutschland im Jahre 1943 angegriffen und nicht Deutschland die Sowjetunion am 22.06.1941. Und er sagt es, ohne auch nur ein wenig nachzudenken, dass zu diesem Zeitpunkt Russland nur eine der Republiken der Sowjetunion war, wie auch die Ukraine. Wie kann dieser Geschichts-Analphabet nur danach den russischen Präsidenten Putin beschuldigen das er die Geschichte umschreibt? Ja, hält er uns wahrscheinlich alle für Idioten?

Und wie will er nach diesen Aussagen mit den Bürgern des Donbass, dessen Väter und Großväter die ganzen Härten des Zweiten Weltkrieges miterlebt haben, für die die Herren Bandera und Schuchewitsch Feinde und Kriminelle waren, verhandeln? Aber ihm ist die Meinung der Mehrheit der Bürger der Ukraine egal, und nicht nur jene in der Ukraine. Und wegen des Auftritts dieses Mannes, und das wichtigste die Reaktion darauf aller deutschen Medien, nämlich Duldung, veranlasste uns, Ihnen diesen Brief zu schreiben.

Frau Merkel, wir bitten Sie, stoppen Sie die Finanzierung des ukrainischen Faschismus.

Andernfalls kann es zu noch mehr Protestbewegungen in ganz Deutschland führen.

Mit freundlichen Grüßen, die ehemaligen Bürger der Sowjetunion und jetzt die anständigen Bewohner der Bundesrepublik Deutschland,

Familie Tschernowolov

There are 5 comments for this article
  1. Dieter Kastl at 19:02

    ich teile Ihre Meinung, jedoch wird Frau Merkel einen Dreck tun um die Situation zu ändern; hat sie doch jetzt einen persönlichen Stadthalter in Kiew… Ich werde diesen Brief trotzdem im Ignoranten Facebook veröffentlichen, vielleicht wird ja wenigstens einer meiner Freunde den Text lesen und verstehen

  2. Mathias at 7:17

    Das derzeitige Regime in der Ukraine ist eindeutig faschistisch und betreibt Völkermord an der Bevölkerung im Osten des Landes. Mit so einem Regime darf die Bundesregierung nicht zusammenarbeiten. Auch nicht aus geostrategischen Interessen. Russland hat uns im Übrigen nicht angegriffen. Auch keinen anderen NATO-Staat. Es gibt in der Ukraine also für uns nichts zu verteidigen.

  3. Marco Wessely at 16:17

    Frau Merkel Sie haben einfach nicht das Recht über Gelder der Steuerzahler ihren Kopf hinweg zu entscheiden. Ich fordere Sie auf das zu unterlassen!!!!

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