Can-Do | Die Unendliche Liste (Martin Esspunkt)

Was kann ich tun?

Da hat sich jemand Arbeit gemacht! Wenn das erledigt ist, hat man schon mal ne ganze Menge durch.
Quelle: https://www.facebook.com/groups/246075308919762/ (Martin Esspunkt) Noch mehr gibt’s innerhalb der geschlossenen Facebookgruppe. BEITRETEN. Mitwirken!

 Can-Do Konsumverhalten

  • Tipps: http://www.utopia.de/galerie/tipps-fuer-verantwortungsvollen-konsum/
  • Sammlung von Sharing-Plattformen: http://www.utopia.de/magazin/kollektiver-konsum-teilen-tauschen-leihen
  • Nachhaltiger konsumieren:
  • – Lebensmittel regional, saisonal, ökologisch und fair trade beziehen
  • – Strom
  • – Kleidung (kein Leder, Wolle, Daunen)
  • – Handys und andere Elektronik
  • – Kosmetik
  • – Nicht seine Stimme bei Wahlen abgeben sondern bei jedem Einkauf direkt wählen ( Sich bewusst machen, dass vielen Konsumgütern eine Ideologie anhaftet, zB. Müller-Produkte kaufen heisst NPD-Support oder Nestle/Monsanto-Artikel Menschenrechtsverletzungen in Kauf nehmen.)
  • -auf nicht notwendige Güter verzichten. Überall auf diesen Planeten gibt es Menschen, welche die grundlegensten Güter und Dienstleistungen nicht erhalten können. Solange dies der Fall ist, werde ich versuchen so wenig ,für mein Empfinden, unnötige Güter wie möglich zu besitzen und zu konsumieren(Dazu zähle ich sowohl Nahrungsmittel als auch Unterhaltungsgegenstände wie z.B. Konsolengames)Für mehr Verständnis, sorgt evtl. ein kleines Gedankenspiel:Versucht euch vorzustellen, wieviel Bier jedes Jahr verzerrt wird, stellt euch nun all die Rohstoffe vor, welche zur Herstellung des Produktes und seiner Verpackung benötigt wird, dazu stellt euch nun auch all die nötigen Hilfsmittel wie Transporter und Maschinen vor, welche zur Herstellung, dem Transport und die gesamte Logistik benötigt werden, dazu nehmt ihr jetzt noch all die Arbeitskraft und die Kompetenz, welche hier versammelt ist und fragt euch nun, was könnte man mit all dem stattdessen tun ? Desweiteren ist da noch die Werbung, neben all dem Geld und der Kompetenz welche sich dort versammelt, wird auch Werbeplatz besetzt, welchen man z.B. dazu nutzen könnte, für mehr Respekt untereinander zu werben oder Zitate und Wissen in die breite Bevölkerung zu bringen.Dieses Gedankenspiel lässt sich auf sogut wie alles anwenden.Wir können über unser Konsumverhalten entscheiden, wo und wofür Geld und Kompetenz versammelt wird, wodurch wir zusammen maßgeblich unsere Wirtschaft und ihre Ausrichtung prägen können.

Can-Do im (Geld)System

  • Kündige die Lebensversicherung.
  • Bezahle fair für erhaltene Leistungen.

Can-Do am PC, Datennutzung

  • Open Source-Produkte nutzen; ich benutze [Firefox], [Linux/Ubuntu], LibreOffice, Cyanogen
  • ?? Ich verschlüssele Telefongespräche, Mails, Daten, SMS, Internetseiten oder setze mich anderweitig für Datenschutz ein ?? 

Can-Do bezüglich Medienkonsum

  • Ich informiere mich unvoreingenommen, ausführlich und differenziert über soziale, politische, wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zusammenhänge und suche glaubwürdige Quellen
  • Ich lese/abboniere/unterstütze ein linkes/alternatives/genossenschaftliches Medienprojekt/Tageszeitung/Wochenzeitung (z.B. TAZ, JungeWelt, …)
  • ??Ich beschäftige mich mit der Wirkungsweise von Werbung und versuche mich weniger beeinflussen zu lassen ??

Can-Do in der Nachbarschaft

  • Sachen leihen:
  • – ich habe [   ] Werkzeuge oder Gebrauchsgegenstände verliehen
  • – ich verleihe mein Fahrrad
  • – ich biete einen freien Schlafplatz an (z.B. auf Couchsurfing)
  • – ich biete ein offenes Ohr für Sorgen und Probleme und stehe, wenn erwünscht, mit meinem Rat zur Seite.
  • Sachen reparieren:
  • – Kleidung benutzen bis sie wirklich kaputt sind und dann wieder nähen
  • – ich habe [   ] Fahrräder, Geräte, Werkzeuge repariert oder reparieren lassen
  • – ich biete in der Nachbarschaft Reparaturen oder Hilfe im Haushalt an
  • Sachen wiederverwerten:
  • – Gläser von Joghurt, Marmeladen etc. sammeln und benutzen zum Einkochen, Nüsse oder Beeren aufheben
  • – kein Papier kaufen, sondern z.B. benutzte Briefumschläge verwenden
  • – Papier auf beiden Seiten beschreiben
  • – Fair-Teiler aufmachen
  • – ich kaufe Kleidung im Second Hand-Laden
  • – ich nehme Kleidung aus dem Umsonstladen
  • Sachen bedingungslos verschenken, also ohne eine Gegenleistung zu verlangen:
  • – ich nehme mit dem Auto Tramper oder Mitfahrer mit
  • – ich habe [   ] Dinge die ich nicht mehr brauche an einen Umsonstläden gegeben (z.B. Systemfehler, ula …)
  • – ich verschenke Lebensmittel die ich nicht essen kann (z.B. auf foodsharing)
  • – alles was man nicht mehr braucht
  • – ich kaufe mit Einkaufsliste nur das was ich auch wirklich brauche.
  • Verschwendung und Abfall vermeiden:
  • – Regenwasser sammeln und z.B. für die Toilette benutzen
  • – keine Plastikverpackungen kaufen
  • – Leitungswasser (oder selbst abgefülltes Quellwasser) statt abgefülltes Wasser trinken
  • – Glasflaschen statt Plastikflaschen, Stofftasche statt Tüte
  • – Bambuszahnbürste statt eine aus Plastik
  • – Zahnbürste mit auswechselbarem Kopf benutzen
  • – mit dem Fahrrad oder Öffis statt dem Auto fahren
  • – nicht mehr in den Wasserkocher tun, als nötig ist
  • – ich mache das Licht aus wenn es nicht gebraucht wird
  • – ich mache den Wasserhahn aus wenn er nicht gebraucht wird, ich habe die Wassermenge am Ventil unter dem Wasserhahn heruntergedreht
  • – ich esse Fleisch 5, 4, 3, 2, 1 mal die Woche oder gar nicht
  • – ich konsumiere [keine Milch], [keine Milchprodukte] mehr
  • – ich konsumiere [keine Eier], [keine Ei-Produkte] mehr
  • Sachen selbst herstellen:
  • – ich mache im Sommer Obst und Gemüse ein, um im Winter nicht impoertierte Sachen kaufen zu müssen
  • – ich ziehe Obst, Gemüse oder Pilze in Balkon, Garten oder Keller oder in einem Urban Gardening-Projekt (Prinzessinnengärten, Allmende-Kontor usw.)
  • – ich halte Hühner und verteile Eier an Freunde und Nachbarn
  • – ich halte Bienen
  • – ich sammle Kräuter und Pilze
  • – ich mache Möbel, Werkzeuge, Schmuck selbst
  • – Kosmetik. Beispiel: Natron als Deo.
  • – ich wasche meine Wäsche mit Efeu oder Kastanien
  • ich habe offene Werkstätten gefunden, wo ich mit Holz, Metall usw. Sachen bauen kann, Fahrräder reparieren kann, Kleidung nähen oder bedrucken kann,
  • Gemeinschaft schaffen:
  • -Urban/Guerilla/Transitional Gardening unterstützen
  • – Lokalen Buchhändler unterstützen (od. eth./ökol. Versandhäuser)
  • Ich habe eine Organisation, Bewegung, Verein gefunden in dem ich mich engagieren kann für Umweltschutz, Nachhaltigkeitsthemen, Bildung, gesellschaftliche Weiterentwicklung, technologische Weiterentwicklung, Transparenz in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
  • ich engagiere mich ehrenamtlich für eine soziale Organisation
  • Ich gebe ehrenamtlich Nachhilfe, Instrumental/Gesangsunterricht

Can-Do mit Familie und Freunden

  • Ich habe eine gute Doku rausgesucht und einen Doku-Gesprächsabend mit Freunden, Familie, Bekannten, Kollegen, Kommilitonen veranstaltet (am Besten mit Essen, schöner Atmosphäre usw.)
  • Ich tausche mich regelmäßig per mail oder internet mit Freunden aus, zu: Infos, Veranstaltungen, Demos, Filme, Diskussionen
  • Ich teile mit Freunden einen wesentlichen Bereich meines Lebens/Wohnens, z.B.
  • – wir nutzen gemeinsam Beet/Wiese/Garten/Acker
  • – wir machen zusammen Urlaub oder mieten/besitzen gemeinsam Zelt/Wohnmobil/Ferienwohnung/Ferienhaus
  • – wir sind zusammen mobil und nutzen gemeinsam Monatskarte/Fahrrad/Anhänger/Auto/Wohnmobil/Bus/Boot
  • – wir kochen/leben gern zusammen und nutzen gemeinsam Keller/Küche/Wohnzimmer/WG/Wohnung/Haus/Hausbauprojekt
  • Ich spiele gern Spiele und veranstalte einen Spieleabend mit politischen/sozialen/ökologischen Rollenspielen/Theater/Brettspielen/Kartenspielen – Links:
  • ?? aus dem Spiel „Kapitalismus“ aussteigen ??

Can-Do im eigenen Selbst

  • Ich löse Probleme zwischenmenschlich und nicht mit Geld
  • Ich handle aus innerer Motivation statt aus äußerem Zwang
  • ich schenke fremden Menschen ein Lächeln
  • ich mache Frieden mit mir selbst :)

Can-Do für meine Mitmenschen

  • die Welt für sie zu einem besseren Ort machen, sei es noch so klein.Ich z.B. tue jedes mal wenn ich den Fahrstuhl verlasse, diesen wieder runterschicken, damit meine Mitmenschen weniger warten müssen.

Can-Do für unsere Gesellschaft

  • was meinem Eindruck nach in unserer Gesellschaft fehlt, ist die Zivielcourage und selbstlose Hilfe aus reiner Menschenfreundlichkeit, sei es zu einem noch so kleinen Anlaß z.B. jemand der seine Zigarette oder Müll auf den Boden wirft, obwohl in seiner Nähe ein Mülleimer ist, jemand der seinen Hund oder gar sein Kind, zusammenschreit oder sonstige destruktive pädagogische Maßnahmen anwendet, ein Mann der auf dem Boden liegt und sich nicht regt, der freundliche Busfahrer, welcher von einem Fahrgast beschimpft wird, eine schon fast handgreifliche Auseinandersetzung, eine alte Frau welche unter ihrer Einkaufslast fast zu zerbrechen droht usw., viele scheinen sich daran zu stören oder finden Hilfe notwendig, doch kaum einer sagt etwas oder hilft.Ich persönlich verspüre wann immer ich in eine solche Lage gerate, einen gewissen beklemmenden Druck in mir, welcher mich von jeglicher Initiative abhalten möchte. Wenn ich z.B. einen am Boden liegenden Mann vor mir liegen sehe, dann flüstert mir etwas in meinem Inneren zu, ,,geh einfach weiter, sicherlich gehts im gut, stell dir vor er möchte schlafen und meckert dich an, weil du seinen schlaf störst“Statt dieser Stimme nachzugeben, Atme ich oft einam tief durch und handle trotzdem so wie ich es für richtig halte, nähmlich indem ich die Person anspreche und Frage ob alles ok sei, denn:Wie soll sich unsere Gesellschaft verändern, wenn sich kaum jemand asozialem oder destruktivem, schädlichen oder respektlosem Verhalten in den Weg stellt oder Hilfe leistet, wenigstens das Wort ergreift ?Man muss garnicht kämpfen und sollte es auch nicht, es reicht schon etwas zu sagen, Menschen mit ihrem Verhalten zu konfrontieren.-Den Mann welcher seine Zigarette auf den Boden wirft, macht man darauf aufmerksam das dort ein Mülleimer steht und bittet ihn seinen Müll dort hineinzutun, sollte er sich weigern, demaskiert er sich selbst, als rücksichtsloses Mitglied (jendfalls im Bereich der Müllentsorgung) unserer Gemeinschaft, mehr brauch man garnicht tun, statt nun empört nach Luft zu schnappen und sich keifend auf sein Niveau zu begeben, lächelt man ihn traurig an, hebt seine Zigarette auf und wirft diese in den Mülleimer.-Die Person welche ihren Hund pädagogisch Misshandelt, weist man auf ihr Verhalten hin und erklärt ihr, dass es ein Lebewesen ist, welche sie so behandelt und das es keine rechtfertigung für diese Verhalten gibt, da es immer eine Alternative zu körperlicher oder seelischer Gewalt gibt, sollte die Person sich weigern zuzuhören oder gar verbal ausfallend werden, erwiedert man nur, dass man sich um das Tier sorgen macht und geht.(evtl. sorgt die Begegnung, vor allem wenn sie sich bei anderen Menschen wiederholen sollte, dafür das Denkprozesse stattfinden: Einsicht muss von innen kommen und kann nicht erzwungen werden und sollte es auch nicht, den jene welche sie erzwingen wollen, entfernen sich leider oft schnell von ihren eigenen Werten).-Dem Busfahrer, welcher von einem Fahrgast beschimpft wird stehen wir bei, indem wir ihm unsere Solidarität bekunden. Das könnte zum einen dazu führen, dass der verbale Angreifer sich zurückzieht oder angesichts der Überzahl etwas freundlicher wird und zum anderen bewirken, dass der Fahrer emotional eher gestärkt aus dem Konflikt hervorgeht.-Wenn wir jemanden menschenverachtend oder vorurteilsbelastend evtl. gar rassistisch über jemanden, oder mehrere Sprechen hören, dann sprechen wir diese Person ruhig und freundlich darauf an, statt kopfzuschütteln und zu versuchen, dass alles zu überhören, es gibt da ein schönes Zitat, welches ich nicht mehr genau wiedergeben kann, welches aber vom Sinn her folgendes aussagt:,,Schlimmer als die „Bösen“ sind jene, welche sie gewähren lassen“.Dasselbe kann man bei Unwissenheit tun, wenn man in der Bahn sitzt und Menschen über gesellschaftsrelevante Themen sprechen hört, welche scheinbar nicht wissen wovon sie da eig. sprechen oder scheinbar falsch liegen, weshalb sollte man dann sein scheinbar fundierteres Wissen nicht miteinspielen, außer aus Angst vor negativen Reaktionen ?Ich bin der Meinung, dass wir dadurch das Angesicht unserer Gesellschaft stark verändern können.Zivielcourage:,,Dem Politikwissenschaftler Gerd Meyer von der Eberhard Karls Universität Tübingen zufolge ist „Zivilcourage“ (oder gleichbedeutend sozialer Mut) ein bestimmter Typus sozial verantwortlichen Handelns, keine Eigenschaft einer Person. Zivilcouragiertes Handeln geschieht in Situationen, in denen zentrale Wertüberzeugungen und soziale Normen (z. B. Menschenwürde, Menschenrechte, Gerechtigkeit, friedlicher Konfliktaustrag unter Bürgern) oder die physische oder psychische Integrität einer Person verletzt werden. Zivilcouragiert handelt, wer bereit ist, trotz drohender Nachteile für die eigene Person, als Einzelner (seltener als Mitglied einer Gruppe) einzutreten für die Wahrung humaner und demokratischer Werte, für die Integrität und die legitimen, kollektiven, primär nicht-materiellen Interessen vor allem anderer Personen, aber auch des Handelnden selbst.“(Wikipedia)

Am Anfang mag es scheinen, als wäre die „guten“ Dinge die man tut verhältnismäßig klein, verglichen mit den Problemen denen man sich gegenüber sieht. Gewöhnt euch dran, das ist nun mal so! Es ist eigentlich eine Illusion, denn die Dinge die man ändert sind wie Samen, die man sät und die mit der Zeit wachsen und Blüten tragen. So haben auch viele Dinge eine Ausstrahlwirkung, das erkennt man erst später oder vlt. auch gar nicht. Es geht auch darum, was sich in einem selbst verändert wenn man aktiv wird und die Dinge selbst in die Hand nimmt.

 

Und außerdem: Viele der Probleme, die wir lösen wollen, stehen uns allen gemeinsam gegenüber. Nimmt man alle Taten zusammen, die wir Menschen den Problemen entgegenstellen, dann wirken sie plötzlich gar nicht mehr so klein.Die gesamte Welt welcher wir uns gegenübersehen, ist ein Produkt aus milliarden menschlicher Handlungen.Was wir bewirken können, ist unseren Beitrag zu diesem Produkt bewusst zu steuern.


Orwell 2014
2014-11-26

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.